Notwendige Energieeinsparmaßnahmen: Hallenbad Mühlheim bleibt geschlossen – Hallenbäder in Gosheim und Aldingen mit Einschränkungen zumindest bis Ende Oktober geöffnet

 

Leider ist die Lage in Bezug auf eine sichere und ausreichende Versorgung für alle Lebensbereiche mit Gas und Strom weiter mehr als unsicher. Unter diesem Aspekt und vor allem auch wegen der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand, muss das oberste Gebot, egal um welchen Energieträger es sich handelt (Strom, Gas, Nahwärme, Holz…), das Energiesparen sein. Von zentraler Bedeutung ist, dass niemand im kommenden Winter in den eigenen vier Wänden frieren muss, wir unsere Schulen, Kindergärten, Altersheime und Krankenhäuser angemessen beheizen können und kein Unternehmen seine Produktion einstellen oder einschränken muss.

 

Wir alle sind mit der Tatsache konfrontiert, dass wir auf Grund eingeschränkter Verfügbarkeit von Energie sowie zunehmend auch der Finanzierbarkeit, unsere Lebensgewohnheiten für jede und jeden von uns stark ändern müssen. Die große Politik hat bisher weitgehend darauf verzichtet dies so deutlich zu kommunizieren. Auch die aktuellen Bundesverordnungen zum Energieeinsparen hinterlassen große Regelungslücken, welche, ähnlich wie bei der Coronapandemie, wieder seitens der Kommunen mit Leben gefüllt werden müssen.

 

Vor diesem Hintergrund haben sich die Bürgermeister Jörg Kaltenbach, André Kielack und Ralf Fahrländer in jeweils enger Abstimmung mit ihren Gemeinderätinnen und Gemeinderäten über eine Wiedereröffnung der Hallenbäder abgestimmt. Hallenbäder sind Großenergieverbraucher, zugleich auch ein wichtiges Stück Lebensqualität für viele Bürgerinnen und Bürger. Insbesondere für Kinder und Familien ist das sichere Schwimmen erlernen ein großes und mehr als verständliches Anliegen. Das Mühlheimer Hallenbad wird durch Nahwärme beheizt. Der Anteil an Hackschnitzel beträgt knapp 40 %. Auch die Bäder in Gosheim und Aldingen sind Teil eines Nahwärmenetzes und mit anderen Gebäuden gekoppelt. Im Gegensatz zu Gosheim und Aldingen, kann die Wärme in Mühlheim bei einem Nichtbetrieb des Bades fast zu 100 % eingespart werden. Im Jahr sind die ca. 550.000 kwh. Bei den Bädern in Gosheim und Aldingen werden die Jurahalle bzw. Erich-Fischer-Halle gekoppelt mit dem Schwimmbad beheizt. Der Einspareffekt bei einem Verzicht auf einen Badebetrieb ist im Verhältnis zu Mühlheim nur gering bzw. hat starke negative Auswirkungen auf die Beheizbarkeit der Sporthallen.

 

Im Hinblick auf diese unterschiedlichen Ausgangsvoraussetzungen, haben die Bürgermeister unterschiedliche Entscheidungen für die Bäder in ihrer Kommune getroffen. Mühlheim wird das Bad schweren Herzens nicht wiedereröffnen. Hierdurch werden konkret, neben der Wärme, auch fast 200.000 kwh Strom eingespart. Gosheim und Aldingen nehmen vorläufig bis Ende Oktober den Badebetrieb wieder auf. Danach wird die Lage neu bewertet. Beide Bürgermeister gehen, Stand heute, nicht davon aus, dass ein Badebetrieb über den gesamten Winter möglich sein wird.

Für alle drei Bürgermeister waren es schwere Entscheidungen Diese wurden vielfach abgewogen und untereinander, mit den Gemeinderätinnen und Gemeinderäten sowie den betroffen Badmitarbeiterinnen und – mitarbeitern besprochen. Alle drei fühlen sich gleichermaßen der zwingenden Notwendigkeit Energie einzusparen, als auch den vielen Freundinnen und Freunden der jeweiligen Hallenbäder verpflichtet.