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Neugestaltung Schwedengrab

Während des 30-jährigen Krieges waren schwedische Reiter zum Winterquartier in Mühlheim. Kaiserliche Truppen erfuhren vom Aufenthalt der Schweden und am 21. Februar 1633 überfielen 4.000 kaiserliche Reiter die Stadt. Bei diesem Überfall sind 300 schwedische Krieger gefallen. Die Beisetzung erfolgte durch die Bürgerschaft in einem Massengrab an der Donau.

Bislang erinnert ein bescheidener Gedenkstein am so genannten "Schwedengrab" an das Ereignis.

Der Mühlheimer Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, diesem Ereignis in einem würdigeren und aufwändigeren Rahmen zu gedenken und im gleichen Zug ein Mahnmal für Toleranz, Frieden und Völkerverständigung zu schaffen.
 
Nach der Planung soll als Kern des Entwurfs ein Grab- sowie ein Informationsfeld entstehen. Elementarer Bestandteil des Informationsfeldes wird die Vermittlung von Informationen über den 30-jährigem Krieg im Allgemeinen sowie die Kampfhandlungen in Mühlheim im Besonderen sein.
 
 

Drei Sockelskulpturen des renommierten Künstlers Hans-Jürgen Kossack aus grauem Kalkstein bilden das Kernelement des Grabfeldes. Es sind plastische Darstellungen verschiedener Situationen, wie sie beispielsweise bei archäologischen Ausgrabungen zu finden sind. Ganz bewusst ungeschönt, ist die Darstellung von Reiter und Ross, die jedoch der ästhetischen Formensprache des Künstlers gerecht werden. Neben den Überresten menschlicher Gebeine, ist ein Harnisch dargestellt, der  typische Schutz des Oberkörpers eines Reiters jener Epoche. Die weiteren Relikte wie Pferdeschädel, Knochenfragmente und Hufeisen sprechen für sich!. Die Skulpturen und die Achsen des Bodenreliefs sind nach Norden ausgerichtet, nach Schweden. Es ergibt sich ein ruhiges Spannungsverhältnis zwischen organischer Formensprache der Skulpturen und der klaren, geometrischen Gestaltung der Grabfläche. Als "Momento Mori" (Gedenke des Todes) der Gegenwart, soll diese Anlage an ein historisches Schicksal erinnern. 

Insgesamt sind für die Neugestaltung des Schwedengrabes inkl. der in die Planung integrierten Sanierung der Schlossgartenmauer, hier wird sich auch der Heimatverein einbringen, ca. 85.000,- Euro veranschlagt. Die Schwedische Kugellagerfabrik, die seit fast 50 Jahren in Mühlheim ein Werk betreibt hat einen finanziellen Beitrag zur Realisierung dieses Projekts zugesagt.  

Von Seiten des Botschaftsrates für kulturelle Fragen der schwedischen Botschaft, ist eine Kooperation mit dem Museum des 30-jährigen Krieges in Wittstock sowie eine Aufnahme in eine Publikation der Deutschen Zentrale für Tourismus in Stockholm, in der sämtliche bedeutenden Gedenkstätten und Besucherziele für schwedische Deutschlandtouristen aufgeführt sind, in Aussicht gestellt worden. 

 

 

   

  
Ticket-Hotline 07463/994099

 

 

 

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